4. Newsletter Juni 2019

Liebe*r Interessierte*r, liebe*r Unterstützer*in!

Um Euch auf dem Laufenden zu halten (Aktuelles) und Eure Fragen zu beantworten (Spezielles), verschicken wir regelmäßig Newsletter. Unser 4. Newsletter beleuchtet das:
Leitbild der Freien Demokratischen Schule MOL

AKTUELLES

GUT FÜR Märkisch-Oderland“ unter diesem Motto vergibt die Sparkasse 25 x 1000 €. BITTE STIMMT FÜRUNS via Email ab: https://www.gut-fuer-mol.de/o/f15a498506f4520/detail/5440. Die Aktion geht nur bis Ende Juni. Also am besten gleich auf den Link gehen. Jede Stimme zählt. Mit den 1000 € wollen wir einen kreativen FREIraum für kleine Leute ermöglichen. Wir benötigen schöne und praktische Raumfüller. Denkbar sind individuelle „handgemachte“ Sitzkissen, kleine Tische oder ein großer Spiel-und Stille-Teppich – eben alles Dinge, die einen Raum gemütlich und inspirierend machen.

Nach monatelanger Schreibtischarbeit lag und liegt unser Fokus im Augenblick auf der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Am Freitag, den 14.06. ab 16 Uhr sind wir auf dem LOL (LebensweltorientertesLernen) Sommerfest im Schützenhaus in der Karl-Marx-Str. 51 Müncheberg zu Gast. Kommt vorbei und lasst uns feiern. Bereits am Sonntag, den 16.06. ab 14 Uhr findet wieder unser FamilienCafé im Kaffee zum Glück im Schloss Trebnitz statt. Wir freuen uns auf Euch, Eure Hilfe, Anregungen und Fragen. Am 18.06. nehmen wir am Wahlforum des Kreis- Kinder- und Jugendrings MOL e.V. zur anstehenden Landtagswahl am 1. September in der Alten Schmiede im Schloss Trebnitz teil. Ab 17:30 Uhr stellen sich Vertreter*innen der demokratischen Parteien Fragen zur: Jugendpolitik & Jugendbeteiligung; Demokratieförderung, Schule & Schulsozialarbeit und Inklusion & Integration. Alles Themen die uns als Gründungsinitiative einer Freien Demokratischen Schule umtreiben. Eine gute Möglichkeit das Thema Förderung von Lernvielfalt in Brandenburg mit der Politik zu diskutieren.

Höhepunkt im Mai war unsere Infoveranstaltung im Thälmanns, neben der Bürgermeisterin und einigen Stadtverordneten der Stadt Müncheberg waren viele interessierte Familien und Pädagogen vor Ort. Nach einer kurzen Präsentation unserer Meilensteine und unseres Konzeptes wurden konkrete Fragen zur Mitbestimmung, solidarischen Finanzierung und zum Schulalltag gestellt. In einer zweiten Runde wurde die Frage beleuchtet, ob freie Schulen elitär und privat oder offen für Alle sein können? Wir wollen eine Schule für Alle sein und haben Ansätze beleuchtet die freie Schulen sozialverträglich und inklusiv machen, aber auch verdeutlicht das dieser Anspruch ein ständiger Arbeitsprozess ist. Im Mai haben wir viele Fragen an unseren LiMO Infoständen beantworten können. Auftakt bildete der Infostand am 1. Mai auf dem Hof Apfeltraum zum regionalen Jungpflanzen Markt und weiter ging es beim Kaiserbergfest in Müncheberg. Auf dem Regionalmarkt in Heinersdorf, organisiert vom Haus des Wandels, und am 1. Juni im Thälmanns zum Kinderfest waren wir auch zu finden.

Wir haben einen Antrag auf Mitgliedschaft im Kreis- Kinder- und Jugendrings MOL e.V. gestellt und über diesen wird am 18.06. auf der Mitgliederversammlung entschieden. Damit werden wir Teil eines erfahrenen Netzwerkes u.a. in Sachen Kinderschutz, Jugendbeteiligung und Toleranz und Integration. Im April waren wir zum 1. Gemeinsamen Interessenstammtisch der Vereine und Initiativen aus Müncheberg und den Ortsteilen in der Stadtpfarrkirche. Es soll zukünftig einen gemeinsamen Veranstaltungskalender und eine Plattform „Wer sucht Was“ geben.


SPEZIELLES

Heute das Thema: Leitbild der Freien Demokratischen Schule MOL.

Wir orientieren uns an den sogenannten Wuppertaler Thesen, die 1986 vom Bund der freien Alternativschulen (BFAS) formuliert wurden und als gemeinsames Leitbild von derzeit etwa 100 Schulen und Initiativen fungieren. Ergänzt wird unser Selbstverständnis durch die 2011/12 gefassten Grundsätze des BFAS. Wir stehen für Demokratie und hinter dem Positionspapier des KKJRs. Der unverrückbare Rahmen, auf dem unser gesamtes pädagogisches und organisatorisches Schulkonzept aufbaut, ist unser Fundament.
Gleichwürdigkeit und Respekt
Das Fundament unserer Schule ist die gleichwürdige Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen. Der Respekt voreinander und die Anerkennung der Würde, Wünsche, Anschauungen und Bedürfnisse des jeweils anderen tragen entscheidend zum Wohlergehen aller an unserer Schule Beteiligten bei.
Freiheit
Die Freiheit des Einzelnen ist ein zentraler Bestandteil unserer freien, demokratischen Schule. Wir öffnen uns als Raum zur Erprobung von Freiheit und Verantwortung, um unsere Schule als lebendige und demokratische Gemeinschaft erfahrbar zu machen. Freies Denken und verantwortliches Handeln sind für uns unverzichtbar und fest in unserem pädagogischen und organisatorischen Schulkonzept verankert. Freiheit bedeutet Vertrauen. Wir sind eine Schule, die an das Gute im Menschen glaubt. Im Zentrum dieser Haltung steht unsere Annahme, dass alle Menschen unserer Schulgemeinschaft

  • gleichwürdig und einzigartig sind.
  • gut, wohlwollend und vertrauenswürdig sind.
  • vorurteilskritisch und weltoffen sind.
  • fehlerhaft sind (wir alle machen Fehler, manchmal auch mit Absicht).
  • ihre Talente und Fähigkeiten anwenden wollen, um einen positiven Beitrag in unserer Schulgemeinschaft und der Welt zu leisten.

Transparenz
Nur durch Transparenz in unseren Entscheidungsstrukturen und in unseren Entscheidungsprozessen ist eine professionelle Partizipation aller Beteiligten und das Handeln entsprechend unseres Demokratieverständnisses möglich.
Inklusion und Weltoffenheit
Alle lernen und leben gemeinsam, unabhängig von Alter, Lebenserfahrung, Hautfarbe, Geschlecht und allen anderen Aspekten und Zuschreibungen des Menschseins. Wir wollen über unseren eigenen Tellerrand schauen und uns mit ähnlichen Projekten vernetzen. Auf diese Weise ermöglichen wir interkulturelle und regionale Begegnungen, ein Lernen an außerschulischen Lernorten und schaffen die Möglichkeit Herausforderungen zu meistern.

Diese Werte bilden die Grundlage für die Erreichung unserer Ziele:
Demokratie leben und verstehen
Die Schule soll ein lebendiger und aktiver Lern- und Lebensraum der Demokratie werden. Zum einen werden die SchülerInnen durch Partizipation gefordert, zum anderen wird ihnen durch Respekt und Gleichwürdigkeit aller Kinder und Erwachsenen die Zugehörigkeit zu – sowie die Geborgenheit innerhalb der Schulgemeinschaft vermittelt. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen auf die Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft vorbereitet.
Entwicklung von selbstständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten
Durch eine Umgebung demokratischer Teilhabe und selbstbestimmtes Lernens wird die Entwicklung von politisch kompetenten, handlungsfähigen, selbstständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten unterstützt und gefördert, die bereit sind ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen und sich für die Verwirklichung zukunftsfähiger Lösungen einsetzen.
Spaß am Lernen
Freude am Entdecken und Erkunden, Vergnügen beim Selbermachen und Selberdenken und Lust am Nichtaufgeben und Durchhalten. Selbst das Lernen welches durch Irritation, Verunsicherung, Fehlern und Konflikten in Gang gesetzt wird, kann viel Freude machen. Spaß am Lernen ist die entscheidende Voraussetzung für den Schulerfolg.
Regionale Einbettung
Durch Partnerschaften mit regionalen Akteuren soll sich unsere Schule weiterentwickeln, sowie eine weitreichende Lernkultur in unserer Region aufgebaut werden.
Aufbau von überregionalen und internationalen Beziehungen
In einer globalisierten Welt erwächst für uns als Schule der Wunsch, gemeinsam mit unseren SchülerInnen internationale Beziehungen aufzubauen um den Gedanken der Völkerverständigung zu unterstützen und das Zusammenleben mit Menschen anderer Kulturkreise zu fördern.
Nachhaltige Entwicklung gestalten
Bildung spielt eine Schlüsselrolle, wenn es um Gegenwarts- und Zukunftsthemen wie Klimawandel und Bekämpfung von Armut und Ungleichheit geht. Unser Ziel ist es, mit unserer Schule ein Anschauungs- und Handlungsort zu gestalten, der unsere bisherige Lebensweise und unseren Wirtschaftsstil hinterfragt.

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